Im Hinblick auf die Untersuchungsergebnisse der von der Deutschen Sportjugend (dsj) in Auftrag gegebenen Studie zur Ergründung des "Systems der sozialen Arbeit im organisierten Sport", veranstaltete die dsj am 26. und 27. August die zweite Regionalkonferenz der sozialen Offensive im Jugendsport. Der Einladung folgten MitarbeiterInnen der Sportjugenden Berlin, Brandenburg und Niedersachsen sowie Projektmitarbeiter ausgewählter Initiativen in diesen Bundesländern und kamen in die Bildungsstätte der Sportjugend Berlin.

 

    

Prof. Dr. Christoph Breuer vom Institut der Sportsoziologie der Sporthochschule Köln befrage im Zeitraum 2000 bis 2002 in der o.g.  Untersuchung zahlreiche Sportvereine, -verbände und sonstiger Institutionen und Organisationen im Sport, die sozialorientierte Maßnahmen durchführten und schrieb nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse gewisse Handlungsempfehlungen an die dsj aus. Die in der Untersuchung befragten Mitarbeiter von sozialen Initiativen gaben dem nach an, dass sie einen besonderen Fort- und Weiterbildungsbedarf hätten.

Ziel dieser Zusammenkunft war es sozial-engagierte MitarbeiterInnen im Sport zusammenzuführen, einen  kommunikativen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und die Abstimmung für eine Weiterbildungsreihe zu planen. Durch die Veranstaltung führte das Moderatorenteam Hullmann & Wehr, das auch für die Durchführung der Weiterbildungsmaßnahmen in diesem Zusammenhang von der dsj beauftragt wird. 

Da an dieser Regionalkonferenz mehrheitlich hauptamtliche MitarbeiterInnen teilnahmen, die schon auf einem professionellen Niveau in Projektleitungen tätig sind, wurden den dort vorgestellten Inhalten der geplanten vier Weiterbildungsmodule Qualitätsmerkmale, -kriterien und Evaluationsmöglichkeiten zugewiesen.

Ebenfalls wurde auf dieser Konferenz die Internetplattform (www.soziale-projekte-im-jugendsport.de) präsentiert. Die Errichtung der Plattform war auch eine der Handlungsempfehlungen, die Prof. Dr. Breuer in seiner Untersuchung an die dsj weitergegeben hat, nur nannte er dieses Medium „Kommunikations- und Informationszentrum“.  In der anschließenden Diskussion prüfen die TeilnehmerInnen den Nutzen dieser Internetplattform und wägen die Möglichkeiten eines höheren Nutzens ab. Die TeilnehmerInnen überlegen mit welchen konkreten Informationen die Darstellung der Sozialen Projekte interessanter gemacht werden kann und ein höherer Nutzen zu realisieren wäre.

 

Als wesentliche Erweiterungskriterien werden zusammengefasst:

• Beschreibung von Besonderheiten des Projekts bezüglich Ausstattung, Bau, Projektleitung, Förderung und Finanzierung,

• Beschreibung der negativen Erfolgsfaktoren,

• Darstellung der größten Probleme,

• Besondere Merkmale der Projektkonzeption,

• Positive Erfolgsfaktoren,

• Beschreibung der Qualitätsmaßstäbe

Das besondere an dieser Konferenz war, dass man sich aufeinander hinzu bewegt hat und letztlich ein Ergebnis erzielt wurde, dass zur Stärkung der Jugendsozialarbeit im Sport beitragen kann und dabei ein positiver Schub gegeben wird MitarbeiterInnen in sozialen Initiativen weiter zu qualifizieren.

Die Weiterbildungsreihe zur zweiten Regionalkonferenz startete mit dem ersten Workshop am 28. und 29. Oktober in Blosin/Brandenburg. Die zweite Weiterbildungsveranstaltung fand am 02. und 03. Dezember in Lindow statt.