Vierteiliges Weiterbildungsangebot für Soziale Initiativen im Jugendsport 2003 / 2004

 

1. Workshop 04. - 06.09.03 in Bad Blanckenburg 

In der Dokumentation der Auswertung der Ergebnisse der von der Deutschen Sportjugend (dsj) in Auftrag gegebenen bundesweiten Untersuchung   von Prof. Dr. Christoph BREUER über die Sozialen Initiativen im Jugendsport , sind bei insgesamt  918 versendeten und ausgewerteten Fragebögen erhebliche Unterstützungswünsche an die dsj, vor allem hinsichtlich Fortbildungsmaßnahmen formuliert worden.  

 

Nur Begeisterte können begeistern!!!

Mit Bezug auf die Ergebnisse der ersten Regionalkonferenz vom 05.07.2003 in Frankfurt/Main, veranstaltete die dsj am 04.  bis 06.09.2003 die erste Weiterbildungs-veranstaltung zur Qualifizierung von sozialen Initiativen im Jugendsport  in der Sportschule des LSB Thüringen in Bad Blankenburg.

 

Das Thema des Seminars lautete: "Kommunikation als Grundlage gelingenden Miteinanders". 

 

 

2. Workshop 06.11. – 08.11.2003 im Turnerbund Rheinhessen in Mainz

Das Thema an diesem Workshop lautete "Marketing und Öffentlichkeitsarbeit"

 

Wer sind wir und was wollen wir?

Im Bereich Kommunikation und Wahrnehmung führten die TeilnehmerInnen einige Übungen durch. Insbesondere wurde hier die HDI-Methode verwendet, da dadurch der Blick darauf geschärft wird, dass jeder in der Art und Weise, wie er kommuniziert, wie er an Aufgaben herangeht oder im Team mit anderen zusammenarbeitet.

 

Weiterhin erarbeiteten die Gruppenmitglieder in einem offenen Diskussionsprozess die Grundlagen für die Entwicklung von Marketing in sozialen Projekten im Sport. In einem weiteren Entwicklungsschritt vergewissern sich die TeilnehmerInnen über einen konsequenten Marketingaufbau anhand von Schaubildern und weiteren Materialien.

 

 

3. Workshop vom 11.12. – 13.12.2003 in der Landessportschule Bad Blankenburg

 

Vom 11. bis 13. Dezember 2003 fand der dritte Workshop der Weiterbildungsreihe "Soziale Initiativen im Jugendsport" der dsj in der Landessportschule Bad Blankenburg des Landessportbundes Thüringen statt.

Schwerpunkt dieser Veranstaltung war es, Methoden und Techniken in Projektplanung und Projektmanagement zu erarbeiten. Die Veranstaltung steht ganz im Zeichen der Qualifizierung und der Verbesserung von sozialen Projekten. Prof. Dr. Breuer hat  in der von der dsj in Auftrag gegebenen Untersuchung als Schlussfolgerung unter anderem die Existenz, die Sicherstellung vorhandener Initiativen und die Vermehrung von weiteren sozialen Initiativen im Jugendsport von einer erhöhten Professionalisierung und Handlungsfähigkeit abhängig gemacht.

So wurde an diesem Kurs die Einführung in Projektplanung  und Projektmanagement sowie die Erarbeitung von Projektzielen anhand von zwei fiktiven Projekten durchgeführt. Schließlich wurden Projektleitgedanken formuliert und weitere Vereinbarungen für den kommenden und zugleich letzten Workshop getroffen, der am 29. bis 31. Januar 2004 in der Sportschule Oberwerth in Kobelenz stattfinden wird.

 

 

Abschlussworkshop der Regionalgruppe 1 in Koblenz.

4. Workshop in Koblenz

Vom 29. bis 31. Januar 2004 fand in der Sportschule Oberwerth in Koblenz das letzte Seminar der vierteiligen Qualifizierungsreihe "Weiterbildung von Verantwortlichen Sozialer Initiativen im Jugendsport" der Deutschen Sportjugend statt.

Wie bereits im 3. Workshop begonnen, wurden an dieser Veranstaltung Grundlagen zur Qualitätssicherung nach EFQM weiterentwickelt.

Am Samstag, den 31. Januar wurden den TeilnehmerInnen des Kurses in einer sehr harmonischen und feierlichen Atmosphäre durch das Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend Benjamin Folkmann die Teilnahmebescheinigungen überreicht.

Zuvor fand eine Diskussionsrunde statt, in der die Anwesenden in einem offenen und freundschaftlichen Gespräch mit den dsj-Vertretern über die Inhalte des Kurses und die Aussichten diskutieren konnten. Die TeilnehmerInnen äußerten gegenüber der Deutschen Sportjugend mehrmals ihre positiven Erfahrungen und bedankten sich ausführlich für das Angebot. Viele Abläufe der alltäglichen Jugendsozialarbeit im Sport würden jetzt nach der erfolgreichen  Weiterbildungsreihe gründlicher und zugleich aufmerksamer wahrgenommen als zuvor.

Die Qualifizierungsmaßnahme ist Teil des Projektes „Soziale Offensive im Jugendsport“ der Deutschen Sportjugend, das seit 1999 im Rahmen des Programms E&C – „Entwicklung und Chancen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in sozialen Brennpunkten und strukturschwachen ländlichen Regionen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ –  im organisierten Kinder- und Jugendsport durchgeführt wird.

 

Seminarinhalte:

  •  Selbstorganisation von Leitungs- und Führungskräften: Lernverständnis und Menschenbild,
  •  Leitbildentwicklung als Grundlage für Ziel- und Perspektivbestimmung, 
  •  Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Initiativen,
  • Kommunikationsverständnis nach Watzlawik und Schulz von Thun in Theorie und Praxis,
  • Projektmanagement: Organisation, Planung, Steuerung, Kontrolle,
  • Einführung und Anwendung von Qualitätssicherungsverfahren, insbesondere EFQM.

Die Qualifizierungsreihe wurde im Auftrag der Deutschen Sportjugend von der Hullmann & Wehr GbR in Essen von folgenden Trainern durchgeführt:

Claus-Peter Hullmann, systemischer Organisationsentwickler und Trainer,

Peter Wehr, Diplom-Pädagoge und Erwachsenenbildner.

Die TeilnehmerInnen des Kurses bestätigten gegenüber der Deutschen Sportjugend die sehr gute Betreuung und die fachliche Kompetenz der beiden Seminarleiter des beauftragten Weiterbildungsinstitutes Hullmann & Wehr GbR aus Essen, die die vier Qualifizierungsbausteine inhaltlich begleitet haben.   

Die TeilnehmerInnen des Kurses hoffen, dass die Deutsche Sportjugend diesen Bereich im Jugendsport, der ohnehin einen enormen Förderungsbedarf aufweist weiter zu unterstützen.

Der Kurs konnte nebenher einen Brückenschlag zwischen Ost und West herstellen. So entstanden über den Zweitraum von sechs Monaten Freundschaften zwischen den TeilnehmerInnen aus Thüringen und Rheinland-Pfalz, die sich versprochen haben den Kontakt auch weiterhin aufrecht zu erhalten und zu pflegen.

Die TeilnehmerInnen waren sich zum Schluss einig, dass der Kurs in vieler Hinsicht eine Bereicherung war und verständigten sich auf folgenden Satz von Walter Jens, der als sehr treffend für den Kurs empfunden wurde:

"Die entscheidenden Veränderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen"