1. Regionalkonferenz der „Sozialen Offensive im Jugendsport“

   

Am Samstag, den 05.07.2003 fand die erste Regionalkonferenz der sozialen Offensive im Jugendsport statt.

Das seit 1999 unter „E & C“ bekannte Programm der Bundesregierung wird von Rudolf SCHMIDT, Abteilungsleiter-Gesellschaft der Deutschen Sportjugend koordiniert und geleitet. An der Tagesveranstaltung im LSB-Hessen waren Vertreter der Landessportjugenden Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und dem Saarland, sowie in deren Aktionsräumen an ausgewählten Projekten und Initiativen arbeitende Projektkoordinatoren geladen. Der Einladung folgten abgesehen von der Saarländischen Sportjugend, die kurzfristig absagen musste alle anderen und brachten ihre Erfahrungen und Sichtweisen mit in die Gespräche ein. An der Regionalkonferenz nahmen ebenfalls die Herren Claus-Peter Hullmann und Peter Wehr vom gleichnamigen Weiterbildungsinstituts Hullmann & Wehr GbR teil, die sich mit der Sozialen Offensive im Jugendsport intensiv befassen und ein konkretes Schulungskonzept hierzu entwickelt haben. 

 

 

Anlass zur Durchführung der Regionalkonferenz  sind die Ergebnisse der von der dsj im Rahmen  des E & C-Programms der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Untersuchung. Prof. Dr. Christoph Breuer von der Sporthochschule Köln – Institut für Sportsoziologie befragte im Frühjahr 2001 im Rahmen seiner Untersuchung bundesweit knapp 1.568 Sportbünde und –verbände, um die Maßnahmen der sportbezogenen Jugendsozialarbeit zu identifizieren.  Bis zum 22.04.2002 konnte er bundesweit insgesamt 918 soziale Initiativen identifizieren.

Als wichtigste Handlungsempfehlung unter anderen wird der Weiterbildungsbedarf angesehen. Demnach gaben ehrenamtliche wie auch hauptamtliche Mitarbeiter von gewaltpräventiven Maßnahmen (ca. 95%) und Maßnahmen der sozialen Brennpunkt-Arbeit (88%-97%) an, dass sie einen sehr hohen Weiterbildungsbedarf hätten.

Die Deutsche Sportjugend will nun mit Hilfe der Regionalkonferenzen die Landes-Sportjugenden zusammenführen um einen gemeinsamen Fahrplan zur Einrichtung eines zielgerichteten Fort- und Weiterbildungsangebots für die MitarbeiterInnen in den sozialen Initiativen zu entwickeln und auszubauen. Eine vierteilige Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahme wurde bei der 1. Regionalkonferenz bereits beschlossen und wird im September beginnen. Eine Zertifizierung diesbezüglich wird angestrebt.  

Die zweite Regionalkonferenz findet am 26./27.08.2003 in Berlin statt, zu der VertreterInnen der Landessportjugenden Berlin, Brandenburg, Hamburg und Niedersachsen eingeladen sind. Ebenfalls soll aus jedem an der Regionalkonferenz teilnehmendem Bundesland je ein Vertreter von drei sozialen Initiativen im Jugendsport teilnehmen. 

In den Handlungsempfehlungen von Prof. Dr. Breuer wird weiterhin das Verfügbarmachen einschlägigen Informationsmaterials bzw. von Fachliteratur gefordert. Des Weiteren wird der Aufbau eines Informations- und Dokumentationszentrums gefordert, welches bereits entstanden ist und weiter ausgebaut wird. Dieses Medium ist bereits im Internet unter www.soziale-projekte-im-jugendsport.de zu finden.